Rechenschaftsbericht  für das Jahr 2000


Inhalt:

Liebe Patin! Lieber Pate! Liebe Freunde!

SFINTU IGNATIU UND DIE KINDERFARM VON ARICESTI

DOROHOI - Ein „Kinderdorf“ im Norden Rumäniens trägt erste Früchte

Impressum


Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß wir die in der gedruckten Fassung des Berichtes veröffentlichte genaue Finanzaufstellung nicht im Internet publizieren! Mitglieder erhalten diese Zusammenstellung selbstverständlich beim Verein bzw. per Post mit dem Rechenschaftsbericht oder in der Generalversammlung!


Liebe Patin! Lieber Pate! Liebe Freunde!

Jesus Gleichnis vom Senfkorn, das obwohl das kleinste Korn, die reichste Frucht trägt, lässt sich mit der Hilfe vergleichen, die Sie, liebe Paten, den Strassen- und Waisenkindern Rumäniens gewähren. 
Dieser Samen der Liebe und Anteilnahme muss sich zwar noch weiter verbreiten und wachsen, aber wir wollen nicht versäumen, Ihnen auch von der erfreulichen Entwicklung der Kinder erzählen, zu der Sie einen wichtigen Beitrag liefern.

Beide Projekte – die Kinderfarm von Aricesti mit „unserem“ Haus „Sfintu Ignatiu“ sowie die Waisenhilfe des Vereins HCI (Hope for the Children International) in Dorohoi - haben uns heuer wieder viel Positives und Neues erzählen können. Der Einsatz der Projektmitarbeiter ist nach wie vor voll gefordert und die Not noch lange nicht gelindert; aber dort, wo die Hilfe eingesetzt wird, wird sie dankbar angenommen und verändert das Leben vieler.
Diese Erfolge sowie der Rückhalt durch Ihre Unterstützung geben immer wieder neue Kraft, den Radius der Hilfe zu erweitern und den vielen noch hilflosen Kindern in ihrer Not eine Hand zu geben. 
Eine Not, die nicht in erster Linie eine materielle ist, sondern eine geistige und deren beste Heilmittel Liebe, Aufmerksamkeit und Zuneigung sind. Mittel, die nicht von heute auf morgen helfen, sondern ihre Zeit brauchen. Diese Zeit soll den Kindern – und dafür benötigen wir weiterhin Ihre kontinuierliche Unterstützung – gegeben werden. 

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SFINTU IGNATIU UND DIE KINDERFARM VON ARICESTI


Wir möchten Ihnen in diesem Bericht etwas mehr über die Mädchen aus dem Kinderhaus in Sfintu Ignatiu erzählen, die nun schon zwischen 4 und 16 Jahre alt sind. Die Jüngsten, Maria und Elena, besuchen den Kindergarten im Dorf Aricesti, wo sie mit Vorliebe Gedichte auswendig lernen und sich auch schon im Schreiben üben. 
Die 14jährige Paulina, die 13jährige Sorina und die zwei Geschwisterpaare, Mariana und Mihaela sowie Corina und Mihaela, gehen bereits in die Hauptschule im Dorf. Ihre Lieblingshobbies sind Tanzen, Singen und v.a. Theaterspielen in der Dorfgruppe „sigma-Art“. 
Alle sind als Waisenkinder auf die Farm gekommen, Mariana und Elena haben auch noch Brüder, die auf der Farm leben. Hier haben sie nun gelernt, in einer Familie zu leben, für ihr Heim verantwortlich zu sein und die Chancen einer Ausbildung zu nützen. Mit der Farmgemeinschaft oder nur mit der Hausfamilie werden die verschiedensten Unternehmungen geplant, wie Ausflüge, Bastelarbeiten, Kino und Theaterbesuche. 

Integration
Die ersten „Abgänger“ von der Farm haben nun in der Wohngemeinschaft „St. Gabriel“ in Ploiesti ein erstes selbständiges Zuhause gefunden. Vier haben bereits eine Anstellung in der neueröffneten Billa-Filiale bekommen. 
So ist auch hier bereits ein Samen für ein gesundes Weiterwachsen gelegt worden.

Die Tischlerei
Die Farm konnte heuer einen großen Erfolg verbuchen: mit der Berufsschule von Ploiesti, der nächsten größeren Stadt, wurde ein 4-Jahresvertrag abgeschlossen, der der Farmtischlerei den Rang einer kleinen Berufsschule verleiht. Zusätzlich wurde vereinbart, dass Lehrer von der Schule in Ploiesti auf der Farm Theorieunterricht geben. 
Neun Lehrlinge werden von zwei Meistern und zwei angestellten Tischlern bei der praktischen Arbeit betreut, wobei ihnen die gute Ausstattung der Tischlerei sehr zugute kommt. Ihr Können wird aber gleichzeitig für Reparaturarbeiten auf der Farm und v.a. für die Herstellung von Möbeln verwendet und erprobt.
Einen weiteren wichtigen Aspekt der Ausbildung stellt die Erziehung zu Pünktlichkeit, Ehrlichkeit und Fleiß dar, alles Grundvoraussetzungen, um später selbständig eine Arbeit finden zu können.

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DOROHOI - Ein „Kinderdorf“ im Norden Rumäniens trägt erste Früchte

Mit unerschöpflicher Energie haben sich die Mitarbeiter von HCI im vergangenen Jahr wieder bemüht, verlassene Babies und Kinder aus den Waisenhaus in Dorohoi in ihre Gemeinschaft aufnehmen zu können. Insgesamt sind nun 19 Kinder unter der Obhut der Mitarbeiter; das gibt Hoffnung in einer erkalteten Umgebung.

Oft sind es dramatische Augenblicke, die über das Leben eines Babies entscheiden, denn die meisten kommen mit völliger Unterernährung oder anderen körperlichen Gebrechen in die Familien von HCI. Zum Teil weisen sie Verletzungen auf, die ihnen ihre leiblichen Eltern zugefügt haben, und die in den Seelen Spuren hinterlassen.
Krankheiten, die sich durch die geschwächten Immunsysteme rasch ausbreiten können, müssen in aufwendiger und sorgsamer Pflege kuriert werden. Länger dauern jedoch die Heilungen der seelischen Wunden. Aber die Erfolge stellen sich ein, und geben der noch kleinen Gemeinschaft Mut und Zuversicht für die Zukunft. 

Die Anzahl der Waisenkinder im staatlichen Heim von Dorohoi übersteigt natürlich die Kapazität der HCI-Gemeinschaft. Doch wird versucht, auch diese Kinder in ihre Aktivitäten einzubinden. Die Mitarbeiter von HCI organisieren Sommercamps in den Bergen und verschiedene Unternehmungen an den Wochenenden sowie in den Ferien, damit die Kinder für kurze Zeit aus der Tristesse der staatlichen Heime entfliehen können. 
Einige der aufgenommenen Kinder sind nun auch im Kindergartenalter, sodass zwei Erzieherinnen aus dem Ort den „projekt-eigenen“ Kindergarten führen. Dieser ist aber für alle Kinder aus Dorohoi gedacht, da die staatlichen Einrichtungen unter notorischer Unterversorgung und schlechter pädagogischer Betreuung leiden. 
So versteht sich das Projekt nicht nur als Zufluchtstätte und Heim für die verlassenen Kinder, sondern versucht, auch innerhalb der Bevölkerung ein neues Bewusstsein zu schaffen. Das Krankenpflegepersonal und die beiden Erzieherinnen kommen direkt aus dem Ort, wo eine sehr hohe Arbeitslosigkeit herrscht. 

Das Jahr 2000 stand auch ganz im Zeichen der Bauarbeiten für das geplante Kinderdorf, dessen erste zwei Häuser mit Beginn 2001 beziehbar sind

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Impressum:

Verein "Ein Zuhause für Bukarester Straßenkinder"
Sillgasse 8a, 6020 Innsbruck
Hypo-Bank Tirol, Kto-Nr. 200 126 300

Konzept & Redaktion: Dr. Marianne Hörmann
Für den Inhalt verantwortlich: Mag. Marianne Hörmann, Dr. Thomas Schirmer, Eva Steger