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Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß wir die in der gedruckten Fassung des Berichtes veröffentlichte genaue Finanzaufstellung nicht im Internet publizieren! Mitglieder erhalten diese Zusammenstellung selbstverständlich beim Verein bzw. per Post mit dem Rechenschaftsbericht oder in der Generalversammlung! Liebe Patin! Lieber Pate! Liebe Freunde! Mit dem zweiten Rechenschaftsbericht unseres Vereins wollen wir Ihnen wieder über das vergangene Jahr Rechenschaft ablegen und davon berichten, was sich einerseits auf der Farm und rund um unser Kinderhaus, und andererseits in unserem Verein im Laufe des Jahres 1996 ereignet hat. Um unserem Anliegen nach höchster Transparenz gerecht zu werden und unseren Informationspflichten Ihnen als Paten gegenüber nachzukommen, können Sie im vorliegenden Bericht nicht nur über
erfahren, sondern bekommen auch durch
Das Jahr ist nicht nur für unseren Verein, sondern - was ja der Zweck unseres Engagements und damit das eigentliche Erfreuliche ist - auch für die Farm äußerst positiv verlaufen: sämtliche Gebäude auf der Farm wurden fertig gestellt, die Farm ist ein richtiges Dorf geworden, die ersten Jugendlichen konnten in das selbständige Leben entlassen werden. Mit Lukas Trentini, Sabine Geisler und Franziska Walter, die der Farm und den Kinderhäusern in Bukarest im Sommer 1996 einen Besuch abstatteten, konnten sich auch heuer wieder einige Vorstandsmitglieder einen unmittelbaren Eindruck von der aktuellen Situation und den Aktivitäten auf der Farm verschaffen und den Kontakt mit den Kindern und Erziehern pflegen. Sie kamen mit vielen positiven Eindrücken zurück. In Anbetracht der erfreulichen finanziellen Situation unseres Vereins hatten wir uns im Laufe des Jahres 1996 auch mit Zukuntsfragen unseres Vereins, insbesondere mit einer Ausweitung der Unterstützung im Rahmen unseres Projektes befaßt. Mehr davon berichten wir Ihnen gerne bei der nächsten Generalversammlung, die anläßlich der Eröffnung einer Fotoausstellung im Frühjahr 1997 stattfinden wird und zu der wir Sie bereits jetzt herzlich einladen. Mit Ihrer Hilfe konnten wir den
Straßenkindern wieder ein Jahr Im Namen der Kinder und aller, die sich für sie einsetzen, sagen wir herzlich Danke ! DI Thomas Hussl, Dr. Thomas Schirmer, Lukas Trentini [ Inhalt ] Patenschaftsbericht für unser Haus "SFINTU IGNATIU" (Heiliger Ignatius) Wie steht es im Haus Sfintu Ignatiu und wie geht es den Kindern, für die Sie eine Patenschaft übernommen haben? Es wohnen zur Zeit sieben Kinder dort: drei Geschwister, Mariana, Mihaela und der kleine Ionut, dann zwei Schwestern, Mihaela und Corina, sowie Paulina und Gabriela. Alle bis auf Ionut, der erst zwei Jahre alt ist, gehen in die öffentliche Schule im Dorf. Alle Mädchen sind begeistert bei diversen Aktivitäten dabei, wie Judo, Tanzen, Musik und Zeichnen. Wie immer ist die schönste Zeit des Jahres der warme Sommer: die Mädchen waren in den Bergen und sind ganz glücklich zurückgekommen, weil sie dort viele Freunde gefunden haben. Der Höhepunkt des Sommers war das Sommerfest auf der Farm -"vis de vara". Alle haben bei den Vorbereitungen mitgeholfen, jedes Haus hat in der neuen Turnhalle etwas repräsentiert: ein Lied, ein Theater, einen Tanz. Es sind auch die Kinder aus den Bukarester Häusern und das halbe Dorf Aricestii dabei gewesen. Am Abend wurde am Lagerfeuer ein Schwein gegrillt und bis tief in die Nacht getanzt. Die Freude dieses Festes wirkt bis heute nach und alle freuen sich schon auf den nächsten Sommer. [ Inhalt ] Patenschaftsbericht für die Tischlerei Ende 1995 beschlossen wir im Vorstand, der sich erfreulich entwickelnden Anzahl von Patenschaften und der damit verbundenen finanziellen Situation unseres Projektes Rechnung zu tragen und uns verstärkt danach umzusehen, welche zusätzlichen Möglichkeiten es gäbe, um den Straßenkindern in Bukarest in ihrer erschütternden Situation zu helfen. Unserem ursprünglichen Konzept getreu, war für uns klar, daß bei der Auswahl eines zusätzlichen Projektes nur solche Projekte in Frage kämen, deren Seriösität und Dauerhaftigkeit sowie deren Transparenz in finanziellen Belangen gewährleistet schien. Ein wichtiges Kriterium dafür war der persönliche Kontakt mit den Projektleitern. Nach längerer, gründlicher Suche ergab sich die Möglichkeit, eine Patenschaft für die Tischlerei auf der Farm zu übernehmen. Wir beschlossen, diese Patenschaft für 1996 - vorläufig auf ein Jahr befristet - zu übernehmen, und zwar mit einem Gesamtbetrag von S 120.000,--. Diese Entscheidung wurde im März 1996 auch von der Generalversammlung aller Paten bestätigt. Ziel der rumänischen und österreichischen Farmleitung ist es, für sämtliche Werkstätten (Schlosserei, Bäckerei, Tischlerei und Landwirtschaft) die staatliche Anerkennung als Lehrlings-Ausbildungsstätte zu erhalten. Nur so kann den Kindern wirklich die umfassende Ausbildung mit echten Berufs- und Wiedereingliederungschancen geboten werden. Eine wesentliche Voraussetzung für eine derartige staatliche Anerkennung, die mit einem offiziellen Abschlußzeugnis enden soll, ist es, qualifizierte Ausbildner und Lehrmeister zu engagieren. Die Ausbildung soll an das rumänische Schulsystem angekoppelt sein, d.h. daß die Jugendlichen einen Teil der Ausbildung in der nahe gelegenen Stadt Ploiesti an einem Zentrum vergleichbar dem österreichischen Polytechnikum verbringen und den praktischen Teil auf der Farm absolvieren. Für die Tischlerei gab es bereits 1996 einen rumänischen Tischler, der mit den Jugendlichen arbeitet. Dieser Tischler wird unterstützt von einem Tischler aus Wien, der in Abständen auf die Farm kommt und Konzepte erarbeitet, wie die Kinder in eine Lehre integriert werden können. So wurden uns beispielsweise kleinere Holzschachteln präsentiert, die die Kinder gefertigt hatten. Für 1997 sind 5 Praktikantenstellen vogesehen, ab 1998 soll dann die staatlich anerkannte, offizielle Lehre beginnen können. Aufgrund dieser Entwicklung haben wir die Patenschaft auch für 1997 verlängert. [ Inhalt ] Va place tara noastra? Da, imi place foarte mult ! Ein Bericht von Franziska Walter Zweimal war ich heuer in Rumänien: zunächst einmal im August für zehn Tage zu Besuch in den Bukarester Kindernhäusern und auf der Farm. Ich war zusammen mit einigen Vorstandsmitgliedern unter der Leitung von Lukas Trentini unterwegs, der gerne wieder an den Ort zurückgekommen ist, an dem er für mehr als ein Jahr als Zivildiener zu Hause war. Die Begeisterung des Wiedersehens war auf beiden Seiten riesengroß. Für mich war es die erste Begegnung mit Land und Leuten, es war aufregend und es gab eine Fülle von schönen und interessanten Begegnungen, wie etwa eine Einladung zum Abendessen bei der Köchin des Kinderhauses, in dem Lukas gearbeitet hatte, dann das Kennenlernen der Kinder auf der Farm und in Bukarest - die Kinder sind offen und anhänglich und trotz Sprachbarrieren hat die Kommunikation funktioniert. Drei Tage haben wir bei Bauern in den Karpaten gewohnt, die uns sehr herzlich aufgenommen haben. Ich war besonders sensibilisiert und offen, gerade auch im Hinblick auf mein geplantes Praktikum bei den Vereinten Nationen (UNHCR) in Bukarest, das ich dann im September für drei Monate antrat. Dieses Praktikum war eine sehr intensive
und erfahrungsreiche Zeit. Ich habe mich auch mit Ruth Zenkert, der
Verantwortlichen für die rumänischen Sozialprojekte P. Georg Sporschills SJ, getroffen
die mir über die neuesten Entwicklungen auf der Farm und von den Kindern berichtet hat. Das erste, was mir bei meiner Ankunft in Österreich - nach drei Monaten Bukarest - aufgefallen ist, waren die bunten Farben der Häuser und daß ich mich beim Aufsperren meiner Haustür nicht zuerst an einem Rudel wilder Hunde vorbeischleichen mußte. Trotz so mancher Widrigkeiten kann ich sagen, daß ich das Land und mein Leben dort öfters noch vermisse. [ Inhalt ] Verein "Ein Zuhause für Bukarester
Straßenkinder" Konzept & Redaktion: Dr. Thomas
Schirmer, Mag. Franziska Walter, Lukas Hussl Wir danken der Fa. Innerebner & Mayer, die - in Fortführung der von Dr. Simon Trentini eingeleiteten Tradition - heuer freundlicherweise die Druckkosten für den Rechenschaftsbericht übernommen hat. |