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Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß wir die in der gedruckten Fassung des Berichtes veröffentlichte genaue Finanzaufstellung nicht im Internet publizieren! Mitglieder erhalten diese Zusammenstellung selbstverständlich beim Verein bzw. per Post mit dem Rechenschaftsbericht oder in der Generalversammlung! Liebe Patin! Lieber Pate! Liebe Freunde! Das Titelblatt des Rechenschaftsberichtes zeigt zwei verschiedene Welten: Kinder, die ihre Hilflosigkeit mit dem Schnüffeln des Aurolacks zu betäuben versuchen, und Kinder, die in unserem Haus Sfintu Ignatiu ein Zuhause und eine Zukunft gewonnen haben. Zwei Gegensatzbilder, die deutlich machen, was innerhalb der letzten Jahre schrittweise verwirklicht wurde:aus Straßenkinder sind Hoffnungskinder geworden! Und Sie, lieber Pate, liebe Patin, haben mit ihrer Spende ganz wesentlich zu dieser Entwicklung beigetragen und ermöglichen auch weiterhin, das begonnene Projekt konsequent weiterzuführen. Sie helfen nicht nur in materieller Hinsicht, sondern ihr Beitrag war und ist immer auch ein Zeichen für Ihre Solidarität über die Grenzen hinweg mit den in Not geratenen Menschen. Der Rechenschaftsbericht möchte Ihnen wieder einen kurzen Rückblick auf die Tätigkeiten unseres Vereins im Jahr 1997 geben.
Wir stehen Ihnen natürlich jederzeit für Ihre Fragen zu Verfügung und freuen uns über Anregungen. Dazu möchten wir Sie schon jetzt herzlich zu unserer Generalversammlung einladen, die heuer in Wien stattfinden wird.
Im Namen der Kinder und aller, die sich für sie einsetzen, sagen wir herzlich DANKE! [ Inhalt ] EREIGNISSE 1997: Fotoausstellung: Bukarester Straßenkinder von Veronika Oberhammer Die Kinder, die auf der Kinderfarm ein zweites Zuhause gefunden haben, lebten ursprünglich in den Straßen Bukarests. Sie haben die Chance bekommen, ein neues Leben zu beginnen, und wir freuen uns über ihr glückliches Schicksal. Dennoch wollen wir nicht vergessen, daß in der Hauptstadt und in den Kinderhäusern Rumäniens noch viele Kinder versuchen müssen, unter den widrigsten Umständen zu überleben. Unser Verein hat daher im Frühjahr 1997 eine Fotoausstellung organisiert, die in eindrucksvoller Weise das Leben dieser Kinder auf der Straße in Bildern dokumentierte. Veronika Oberhammer, eine Tirolerin, die in Berlin als selbständige Fotografin tätig ist, hielt sich im Sommer und Winter 1996 für einige Wochen in Bukarest und auf der Farm auf, um das Leben der Straßenkinder in Bildern festhalten zu können. Während dieser Aufenthalte gelangen Momentaufnahmen, in denen die Atmosphäre dieses tristen Lebens zwischen Lüftungsschächten und dem betäubenden Nebel des Aurolacks eingefangen ist. Unser Verein möchte an dieser Stelle seinen besonderen Dank der Tiroler Sparkasse ausdrücken, die sich sofort bereit erklärte, ihre Räumlichkeiten für unsere Ausstellung in der Zentrale in Innsbruck und in den Filialen in Wien, Lienz und Schwaz zur Verfügung zu stellen. Weiters übernahm sie den Druck und den Versand der Einladungen und übergab uns einen Scheck von ÖS 10.000,- für die Kinder von Sfintu Ignatiu. Dafür sagen wir im Namen der Kinder ein herzliches Dankeschön! Die Ausstellungen fanden im März, Juli und August 1997 statt und erfreuten sich einer großen Besucherzahl. [ Inhalt ] EREIGNISSE 1997: Besuch in Sfintu Ignatiu Lukas Trentini, der durch seinen 14monatigen Zivildienst am besten mit den Verhältnissen, der Kultur und der Sprache in Rumänien vertraut ist, hielt sich auch im vergangenen Sommer für zwei Wochen in Bukarest, auf der Farm und im Land auf, um die aktuelle Situation besser beurteilen zu können. Für kurze Zeit begleiteten ihn Thomas Hussl, Thomas Schirmer und Judith Marent. Für alle war es wieder ein besonders schönes Erlebnis, die Kinder in ihrer neuen Familie zu besuchen, wo sie eine schöne und geborgene Kindheit erfahren können. Zur Begrüßung führten die Kinder unseres Hauses ein eigenes Theaterspiel vor und gaben heimische Lieder zum Besten. Stolz übergaben sie die eigens für die 4 Besucher angefertigten Zeichnungen und Bastelarbeiten. Unsere Kinder haben sich innerhalb der letzten zwei Jahre sichtlich ganz in ihre neue Familie eingelebt, und ihre positive Entwicklung läßt viel Hoffnung auf eine bessere und gute Zukunft erwarten. In den alltäglichen Pflichten von Schule und Hasuarbeiten vergessen die Kinder immer mehr, die Unsicherheit und Ziellosigkeit ihres früheren Vagabundenlebens. [ Inhalt ] EREIGNISSE
1997: Im Herbst 1997 wurde der erste Bildband über die Straßenkinder von Bukarest in Wien präsentiert. Ruth Zenkert, die Leiterin des Farmprojektes und die Wiener Fotografin Nora Schoeller haben dabei nicht nur versucht, in Bildern die Situation der Stras-senkinder zu vermitteln, sondern diese selbst zu Wort kommen zu lassen. Es sind besonders die zwei Erzählungen von dem nun bereits erwachsenen Florin Zacharias und dem wegen seiner Englischkenntnisse genannten "Americanul", die besonders nahe gehen und erkennen lassen, welche neuen Perspektiven den Kindern geboten werden konnte. Georg Sporschill SJ hat daher in seiner Rede anläßlich der Buchpräsentation in Wien auch die Bitte ausgesprochen, diese, unsere Kinder nicht mehr "Straßenkinder", sondern "Hoffnungskinder" zu nennen. Die gesamten Publikationskosten übernahm der Styria Verlag, sodaß der Erlös jedes verkauften Buches den Kindern zugute kommt. Nähere Informationen über die Bestellung des Buches entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Prospekt. [ Inhalt ] Im letzten Jahr haben wir begonnen, die Tischlereiwerkstätte auf der Farm finanziell zu unterstützen. In Rumänien herrschen besonders strenge Vorschriften, um den Status einer staatlich anerkannten Ausbildung zu erlangen. Dafür waren unter anderem aufwendige aber vom Gesetz vorgeschriebene Investitionen notwendig. Für den Aufbau der Werkstattorganisation gelang es, in Österreich Fachleute zu engagieren, von denen einer nun die Leitung der Tischlerei übernommen hat. Zwei andere Tischler wurden kurzzeitig für Beratung und Ausbildung hinzugezogen. Es ist aber auch hier wieder das Ziel, Rumänen mit der Aufgabe zu betreuen und den Kindern der Farm die Möglichkeit zu einer anerkannten Ausbildung zu geben. Sie wird aber bereits jetzt von den Kindern genützt, um für die Wohnungen und die Gebäude der Farm kleine Dinge herzustellen. Es ist zu erwarten, daß die Behörde in diesem Jahr ihre Bewilligung geben wird. [ Inhalt ] Als hätte mich ein Stein hervorgebracht [ Inhalt ] Verein "Ein Zuhause für Bukarester
Straßenkinder" Konzept & Redaktion: Mag.
Marianne Hörmann |