    Inhalt:
Liebe Patin!
Lieber Pate! Liebe Freunde!
SFINTU
IGNATIU UND DIE KINDERFARM VON ARICESTI
DOROHOI - Ein
„Kinderdorf“ im Norden Rumäniens trägt erste Früchte
WER EIN LEBEN
RETTET, RETTET DIE GANZE WELT
Impressum
Bitte haben Sie Verständnis dafür,
daß wir die in der gedruckten Fassung des Berichtes veröffentlichte genaue
Finanzaufstellung nicht im Internet publizieren! Mitglieder erhalten diese
Zusammenstellung selbstverständlich beim Verein bzw. per Post mit dem
Rechenschaftsbericht oder in der Generalversammlung!
Liebe Patin! Lieber
Pate! Liebe Freunde!
Der Kern jedes Staates ist die Familie und ihre Saat sind die Kinder. Eine gute Erziehung bildet daher die grundlegende Basis für die Zukunft eines Staates. Dieses Wissen ist wohl auch der Grund, warum die EU als eine der wesentlichen Voraussetzungen für eine Aufnahme Rumäniens eine Lösung des Strassenproblems fordert.
(Die Presse, 28. 10. 1999)
Ein Problem, dass sich nicht in kurzer Zeit bewältigen läßt, sondern Kontinuität, Geduld und viel Einsatz erfordert. In dieser Hinsicht leisten das Projekt Concordia von Pater Georg Sporschill SJ in Bukarest und Aricesti sowie jenes von Hope for the Children International (HCI) in Dorohoi, das wir nun seit einem Jahr zusätzlich unterstützen, einen wichtigen Beitrag: Sie helfen nicht nur den Kindern, sondern tragen auch dazu bei, daß ein neues soziales Bewußtsein in der rumänischen Gesellschaft geweckt wird. Immer mehr Rumänen arbeiten nun als Erzieher, Ausbildner und in anderen Bereichen mit.
Den heurigen bemerkenswerten Jahreswechsel, der ein altes Jahrtausend abschloß und ein neues einleitete, möchten wir auch als Leitwort für diesen Rechenschaftsbericht nehmen - als Symbol für einen neuen Anfang, für ein Vorausblicken in die Zukunft.
Unsere Kinder auf der Farm in Aricesti und in den betreuten Heimen in Bukarest und Dorohoi konnten auf eindrückliche Weise erfahren, was es bedeutet, einen neuen Anfang machen zu können.
Es bedeutet nicht nur, eine Grenzlinie zu ziehen, sondern auch Mut, lange Wege zu beschreiten, viel Vertrauen, Glaube und Hoffnung.
Das Verlassen der Strasse und die Ankunft auf der Kinderfarm bedeutete für unsere Kinder einen ersten neuen Anfang, aber trotz aller Liebe und Geborgenheit auch eine enorme Umstellung. Der Großteil der Kinder hat die Chance jedoch ergriffen, und geht seither einen Weg, der sich vom einstigen Leben auf der Strasse immer weiter entfernt.
Seit der Gründung unseres Vereins haben die Kinder auf der Farm und unseres Hauses Sfintu Ignatiu eine glückliche Kindheit verbracht. Bald aber werden sie sich der zweiten wichtigen Frage in ihrem Leben stellen müssen:
Wo finde ich Arbeit, ein selbständiges Zuhause und gesellschaftliche Anbindung?
Um die uns anvertrauten Kinder nach Jahren der Geborgenheit und Zuversicht nicht ins Ungewisse zu entlassen, werden schon jetzt Weichen für eine weitere Lebensgestaltung gestellt. Dieser Frage möchte sich unser Verein ebenso aktiv stellen, wie wir die Kindererziehung auf der Farm in unserem Haus und in Dorohoi weiterhin betreuen.
Abschließend noch eine Bitte: Wir möchten unsere Verwaltungskosten noch niedriger halten, und daher ab nächstem Jahr allen Paten mit e-mail Anschluß den Rechenschaftsbericht nur in elektronischer Form verschicken. Wenn Sie uns dabei unterstützen wollen, teilen Sie uns bitte Ihre Adresse
HIER mir.
Herzlichen Dank!
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SFINTU IGNATIU UND DIE
KINDERFARM VON ARICESTI
Die Mädchen
unseres Hauses haben sich bestens entwickelt: Eines ist dabei ihre Bäckerausbildung
abzuschließen und wird nun in einer eigenen Arbeitsgruppe vorbereitet, wie
ein Lebenslauf zu schreiben ist, wie man sich vorstellt und natürlich auch,
wie man seinen eigenen Haushalt führt.
Die
anderen gehen noch in die Schule und sind dadurch gut in die
Dorfgemeinschaft von Aricesti integriert. Neben dem Lernen engagieren sie
sich auch in Theater- und Musikgruppen, wo sie ihre verschiedenen Talente
ausüben können.
Die
Tischlerei
Nachdem
wir mit Ihrer Hilfe den Aufbau der Tischlerei und die Einschulung des
Personals in den letzten zwei Jahren unterstützen konnten, wird diese nun für
die unterschiedlichsten Projekte eingesetzt, v.a. für immer wieder
anfallende Reparaturarbeiten auf der Farm und als Lehr- und
Ausbildungswerkstätte für die Jugendlichen. Als Lehrer wurden ein rumänischer
Tischlergeselle und ein Tischlermeister angestellt. Am wichtigsten aber ist
die Gewißheit, daß die Ausbildung mit einem staatlich anerkannten Abschluß
enden kann.
Im
Sommer letzten Jahres wurde als Vorbereitung ein eigenes Praktikum
angeboten, indem die Jugendlichen voll Begeisterung den Tischlerberuf
kennenlernen konnten
Integration
Die Hilfe für
die Strassenkinder soll keine kurzfristige sein, sondern eine Investition für
die Zukunft. Daher sind Weichenstellungen erforderlich, um die jungen
Erwachsenen in ein erfolgreiches Berufssleben einzuführen.
Besonders anfangs
ist es notwendig, daß sie in einer ungewohnten Umgebung Personen ihres
Vertrauens haben, die ihnen bei den unterschiedlichsten Fragen des Alltags
zur Seite stehen und unterstützen. Vorbereitungskurse müssen erweitert und
verbessert werden, ein Angebot, das vor allem in der Hauptstadt Bukarest vom
Sozialzentrum Sfintu Dimitrie gestellt wird.
Da
unsere Kinder bald eine gut funktionierende Struktur benötigen werden,
haben wir uns 1999 zu einem finanziellen Beitrag für dieses Sozialzentrum
entschlossen.
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DOROHOI - Ein
„Kinderdorf“ im Norden Rumäniens trägt erste Früchte
Im letzten Jahresbericht haben wir davon gesprochen, dass das Elend der Strassenkinder von Bukarest seine Wurzeln in den Waisenhäusern Rumäniens hat. Daher war es uns ein Anliegen, Ihre Hilfe auch an dieser Stelle wirken zu lassen.
Der sehr gut organisierte Verein „Hope for the Children International“ (HCI) übermittelt uns jährlich einen ausführlichen Bericht über den Fortschritt des Kinderheim-Projektes in Dorohoi und über die gezielte Verwendung Ihrer notwendig gebrauchten Spenden.
Im Sommer 1999 hat Lukas Trentini von unserem Verein wieder Dorohoi besucht und aktuelle Berichte geliefert.
Wie bereits im letzten Jahr werden in den sanierten Wohnungen 6 Waisen-Teenager und 4 Kleinkinder von den ehrenamtlich arbeitenden Mitarbeitern des HCI unter der Leitung von Cindy McCarver betreut. Mittlerweile konnte sich das Projekt auch innerhalb der Stadt Anerkennung verschaffen, was sich unter anderem in einer aktiven Mitarbeit von Rumänen zeigt - ein Zeichen von Solidarität und Wachsamkeit gegenüber den Problemen der Zukunft.
In diesen noch kleinen familiären Gruppen erfahren Kinder, die in den Waisenheimen Hospitalismusschäden erlitten haben,, die von ihren Eltern geschlagen wurden, die noch nie Liebe, Geborgenheit, Aufmerksamkeit erleben durften, endlich menschliche Zuneigung. Sie lernen lachen, spielen, essen; und sie lernen vor allem, was es heißt, geliebt zu werden.
Angesichts des großen Elends der Waisenkinder in ihren Heimen, war es den Erziehern aber von Beginn an vordringliches Ziel, möglichst vielen Kindern in einem Kinderdorf einen Zufluchtsort zu bieten. Mit der Hilfe freiwilliger Arbeiter aus dem Ausland wurde im vergangenen Jahr intensiv mit der Bautätigkeit begonnen. Mittlerweile sind bereits zwei von acht geplanten Fertigteilhäuser errichtet, die in diesem Frühjahr eingerichtet werden sollen.
Das Kinderdorf Dorohoi ist eine Keimzelle der Hoffnung in dieser abgelegenen Stadt im Norden Rumäniens, wo die Armut die Einwohner blind macht vor dem Leid ihrer Kinder. Verzweifelte Mütter, die für ihre Babies nicht sorgen können, sehen den Verein oft als letzte Möglichkeit, um ihre Kinder vor den oft unmenschlichen staatlichen Heimen zu bewahren.
Um die Last der Verantwortung und die Hürden der rumänischen Bürokratie zu verkraften, benötigen die Mitarbeiter des HCI unsere Unterstützung!
IN IHREM NAMEN HERZLICHEN DANK!
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WER EIN LEBEN RETTET, RETTET DIE
GANZE WELT
Catalina Buliga, 20, Dorohoi:
„Mit sieben Jahren kam ich in ein Waisenhaus nach Dorohoi. Meine erste Erinnerung daran ist ein Ereignis ca. eine Woche nach meiner Ankunft. Meine Lehrerin hatte jedem Kind ein Heft und einen Stift gegeben. Am nächsten Tag wurde ich im Heim gefragt, wo mein Stift sei. Zu meinem Erschrecken hatte ich ihn verloren! Ich wurde mit einem Stück Holz so hart auf den Kopf geschlagen, das das Blut stark geflossen ist und ich zur Notaufnahme ins Krankenhaus gebracht wurde.“
Tiberiu Foca wurde von seiner alkoholsüchtigen Mutter Alina, die damals 14 Jahre war, geboren. Drei Jahre verbrachte er in einem Waisenheim, bis er von HCI aufgenommen werden konnte. Sein Körper war dünn und unterernährt; er ass nur mit den Händen. Langsam aber gewinnt er Vertrauen und seine Ängstlichkeit nimmt ab.
Cristi, Bukarest:
„Mein Vater hat mich geschlagen, wenn er betrunken heimgekommen ist. Ich bin so weit gekommen, dass ich von daheim weggegangen bin. Ich danke Euch von ganzem Herzen, dass ihr uns dieses Haus gegeben habt. Jetzt habe ich eine Familie.
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Impressum:
Verein "Ein Zuhause für Bukarester
Straßenkinder"
Sillgasse 8a, 6020 Innsbruck
Hypo-Bank Tirol, Kto-Nr. 200 126 300
Konzept & Redaktion:
Dr.
Marianne Hörmann
Für den Inhalt verantwortlich: Mag. Marianne Hörmann, Dr. Thomas Schirmer, Eva
Steger
Photos in der gedruckten Fassung: Mag. Lukas Trentini
Druck & Layout der gedruckten Fassung: Thomas & Claudia
Kopriva
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