Als ich das erste Mal vor etlichen Jahren in Bukarest war, stand das Projekt von Pater Georg Sporschil gerade in den Kinderschuhen. Es gab zwar schon 4 Kinderhäuser in Bukarest selbst, von einer Farm begann man jedoch erst zu reden. Das besonders tragische Elend der Straßenkinder verfolgte einen auf Schritt und Tritt am Weg durch die Stadt.
Die erste Hilfe durch dieses Projekt wirkte wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Für die wenigen einzelnen Kinder, die das Glück hatten Teil des Projektes zu werden, veränderte sich alles auf einen Schlag. Vom Kanal in ein Bett in einem warmen Zimmer, vom Betteln und Stehlen um nicht zu verhungern zu regelmäßigen warmen Mahlzeiten ohne wie und warum, von täglicher Abneigung und Gewalt in ein geschütztes umsorgtes Umfeld.
Wenn ich nun nach Rumänien blicke ist es nahezu unglaublich, was sich in dieser Zeit alles getan hat. Und so empfinde ich es nicht nur als meine Pflicht, sondern vielmehr als ein besonderes Glück, ein kleines Rad dieses Systems, das so viel Leid mindert und Zukunft schenkt, sein zu dürfen.
Es ist kein Verdienst auf der Sonnenseite des Lebens gelandet zu sein, und deshalb ist es unsere Pflicht die Schattenseite wahrzunehmen und einen kleinen Lichtstrahl weiterzugeben.
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